Selbsthilfe ist kein Randthema, sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil und eine tragende Säule unseres Gesundheitswesens. Wer krank ist, oder sich in einer persönlichen Krise befindet, braucht mehr als medizinische Versorgung. Er braucht Verständnis, Orientierung und den Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Genau hier setzt die Selbsthilfe an: Sie
schafft Räume, in denen Betroffene sich begegnen, einander stärken und gemeinsam Wege finden, mit ihrer
Situation umzugehen.

Gerade in Zeiten wachsender gesundheitlicher und sozialer Herausforderungen zeigt sich, wie wertvoll funktionierende Selbsthilfestrukturen sind. Sie fördern die
Gesundheitskompetenz, stärken die Eigenverantwortung und tragen dazu bei, dass Menschen nicht allein bleiben. In Brandenburg leisten die Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfegruppen hierzu seit vielen Jahren einen unschätzbaren Beitrag. Dafür gilt ihnen mein besonderer Dank.

Der 21. Brandenburgische Selbsthilfetag macht dieses Engagement sichtbar und erlebbar. Unter dem Motto „Komm auf unsere Insel der Selbsthilfe“ lädt er dazu ein, Selbsthilfe als einen Ort der Begegnung, des Vertrauens und der gegenseitigen Unterstützung zu entdecken – als eine Insel, die Halt gibt, Orientierung bietet und neue Perspektiven eröffnet.

Dass die Veranstaltung am Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld stattfindet, verleiht diesem Gedanken eine besondere Symbolik. Ein Ort, der für Wandel, gemeinschaftliches Handeln und das Sichtbarmachen oft verborgener Strukturen steht, bildet einen passenden Rahmen, um die vielfältigen Angebote der Selbsthilfe in Brandenburg zusammenzubringen und miteinander in den Austausch zu treten.

Als Schirmherr des 21. Brandenburgischen Selbsthilfetages ist es mir ein wichtiges Anliegen, die Bedeutung der Selbsthilfe auch politisch sichtbar zu machen. Ich freue
mich besonders, dass das MASGZ mit einer Lottomittelförderung dazu beitragen konnte, den diesjährigen landesweiten Selbsthilfetag in dieser Größenordnung zu ermöglichen.

Die Unterstützung und Weiterentwicklung der Selbsthilfestrukturen bleiben zentrale Aufgaben, denn ein starkes Gesundheitswesen lebt nicht nur von Institutionen, es lebt auch vom Engagement der Menschen füreinander.

René Wilke
Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg

Auf einen Blick

KontaktLandeskoordinierungsstelle der
Selbsthilfekontaktstellen in Brandenburg (LAKOS)
Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft
der Selbsthilfekontaktstellen Brandenburg e. V.
 
0331 23535898

kontakt@selbsthilfe-brandenburg.de
www.selbsthilfe-brandenburg.de